
In einer Nachhaltigkeitsvorlesung meines Studiums Energie- und Nachhaltigkeitsmanagement an der Fachhochschule Kufstein bin ich zum ersten Mal den planetaren Belastungsgrenzen nach Rockström et al. begegnet. Es ist mir hängen geblieben, weil ich dachte: Wahnsinn, wie wenig wir eigentlich davon wissen – und wie weit wir schon sind. Sieben der neun Grenzen sind heute bereits überschritten.
Diese neun Grenzen beschreiben, wie viel unser Planet aushalten kann, bevor sein Gleichgewicht ins Wanken gerät. Das sind keine abstrakten Zahlen für mich – es sind die Systeme, von denen alles abhängt, und über die trotzdem kaum jemand spricht.
Genau hier setzt für mich Klimakunst an: Sie kann greifbar machen, was in Studien und Statistiken oft fern bleibt. Ein Bild spricht anders zu uns als eine Zahl – es lässt uns fühlen, worüber wir sonst nur lesen.
Und genau deshalb geht diese Serie für mich noch einen Schritt weiter: Sie wird der Untersuchungsgegenstand meiner Masterarbeit an der Fachhochschule Kufstein. Ich verbinde damit, was mich am meisten begeistert – das wissenschaftliche Fundament und den künstlerischen Ausdruck.
Geplant ist ein Raster aus neun Bildern, drei mal drei, jedes einen Meter mal einen Meter. Jedes Bild steht für eine Grenze. Zusammen ergeben sie ein Ganzes – so wie auch die neun Grenzen erst im Zusammenspiel das Bild unseres Planeten ergeben.
Gerade bin ich mitten im schönsten und chaotischsten Teil: dem Ideensammeln. Skizzen, Farben, Fragen, Verwerfen, Neudenken. Ich freue mich riesig, dieses Thema, das mich seit der Vorlesung nicht mehr losgelassen hat, endlich künstlerisch umzusetzen.
Über den Sommer und in den Herbst hinein wird hier mehr zu sehen sein – ihr dürft also gespannt sein. Ich nehme euch gerne mit auf diesem Weg.
Und jetzt bin ich neugierig: Habt ihr schon von den planetaren Belastungsgrenzen gehört? Was löst das Thema bei euch aus? Ich freue mich sehr über den Austausch hier unten.
Quelle: Planetary Boundaries Science (PBScience), 2025: Planetary Health Check 2025. Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), Potsdam.
